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Copyright 2012 Manfred Hagenmaier
Wegschauen!   Vor dem Südflügel, ein Baum ca: 50 Jahre lang, Luftproduzent  für uns Menschen.

....gestern gen Halbsieben.....
14. 02. 2012
...ich kam in den Park; über den unteren Schlossgarten....
Langsamen Schrittes
eilend

- Festlich hatte Schnee sein Tuch gebreitet -

Und dann

Ein bitterliches Weinen, zum Trösten ....an der Kastanie am Biergarten die
Ihren Ast so wunderschön über den Weg zu den Brunnen hielt....
Gen Halbsieben;
Valentinstag.

Kurze Berührung wie
unbemerkt

Ein Mensch
mit einer Kerze in der Hand
im Baum.

Verweilend.

Dann an der Pappel
ein Zelt, ein Paar
in eleganter Abendgarderobe
feierlich dinierend an weissgedecktem Tisch -

Zeit zu flanieren im Park
an diesem Abend noch in die Nacht hinein gen Morgen.....

Später
die Feuertonne.

Näherrücken.

Gespräche

Warten

Drei letzte Tänze zur Trommelmusik.....

Dann kommen sie tatsächlich
brechen durch den Zaun am Hügel
sie haben Zeit und sind bemüht freundlich -

Welch Spiel!

Man kann noch Kerzen anzünden, sich gemütlich niedersetzen -

zwischendurch.

doch sie rücken näher.

Unaufhaltsam.

Bilder kommen auf aus Septembertagen -
welch fader Geschmack angesichts
des Stolzes auf die eigene Dummheit
immernoch, sprich Arroganz
so mancher....

Das ist bitter.

So sehr
dass ich noch nichteinmal weinen konnte.

Und dann müssen wir gehen -

Kurzvorsieben.

Ich habe keine Worte mehr und stehe am Beginn eines seltsamen Tages.

Parallelwelten -
auf dem Heimweg -

Und dann auch
immer wieder
schmerzlich das Wissen:
viele wissen, wussten es eben nicht
- was, die Bäume?
Demokratie?

Leben leben ?!?

Jetzt?

Unglaublch!

Aber so ist es.

Zugegeben -
ich habe noch immer nicht geweint.
Ich habe noch nicht gesehen wie es "jetzt" aussieht.

Ich kann und will es noch nicht.

Die Bäume leben!

Noch erlaube ich mir das
und schicke Euch Herzenskraft daraus -

In der Nacht, an diesem Morgen im Park
haben wir ihm feierlich
das letzt(möglich)e Geleit gegeben -
und er hat uns soviel geschenkt so wir es sehen und annehmen können....

weiterzugehen!

Denn das alles ist erst der Anfang
des Weges
nach Morgen

Solveig Oboth

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